Hey Leute,
Fast 2 Wochen bin ich jetzt schon hier in Neuseeland und bin immer noch nicht dazu gekommen diesen Blog ordentlich zu füllen. Also denke ich, dass ich ganz schön was nachzuholen habe, denn schließlich wollt ihr bestimmt wissen, was in den letzten Wochen so passiert ist auf der anderen Seite der Erde!
Am besten beginne ich ganz am Anfang. Dem 29.08.’11, dem Tag an dem mein Flieger nach Seoul ging (denn dort musste ich umsteigen). So ganz ohne Aufregung aufzustehen wäre denke ich ein wenig unnormal gewesen, dennoch hielt sich meine Nervosität in Grenzen (was mich überraschte). Der Koffer war schnell zuende gepackt und mit dem Handgepäck sicher im Auto verstaut. Einen letzten Blick auf mein Haus werfen, auf die Straße, auf das Dorf und dann stand ich auch schon am Bahnhof, wo ein paar von meinen Mädels warteten, um noch ein letztes Mal Tschüss zu sagen. Ziemlich, ziemlich tränenreich war das! L Es wirkte total irreal, dass ich sie für mehrere Monate nicht sehen würde. Ich dachte immer noch, dass ich nur in den Urlaub flog. Erst als ich im ICE nach Frankfurt saß und andere Backpacker sah, die jedoch nach Australien wollten fing ich an das alles zu realisieren.
Endlich am Flughafen angekommen fanden ich und meine Eltern relativ problemlos das Terminal und ich traf am Check- In auch gleich jemanden, der mit der gleichen Organisation nach Neuseeland flog, wie ich. Von da an hatte ich einen Leidensgenossen, den ich zulabern konnte :D
Der Abschied von meinen Eltern fiel noch ein bisschen tränenreicher aus, als der vorherige am Bahnhof, obwohl er recht kurz aber leider nicht schmerzfrei war. Fast alleine ging es nun auf zum Boarding und am Gate trafen wir auch gleich weitere Backpacker aus unserer Organisation, die sich auch auf den Weg nach Neuseeland machen wollten.
Um 19.45 ging es dann endlich auf. Grobe Richtung Osten. Das Flugzeug von der Gesellschaft Korean Air war geräumig und gut ausgestattet. Jeder hatte einen kleinen Fernseher vor sich bei dem man interaktiv Filme, Spiele oder Musik wählen konnte. Besonders die Filmauswahl war klasse. Fast & Furious 5, Wasser für die Elefanten, Thor und gaanz viele mehr. Ich dachte ich wäre im Himmel! Und durch Zufall flog meine Sitznachbarin auch mit Praktikawelten nach Auckland. Die Gruppe wurde also immer größer! Im großen und ganzen verlief der 9-stündige Flug relativ ereignislos. Das Essen war unspektakulär (Kartoffelpüree + Gemüse zum Abendbrot und Kartoffelpüree + Pilze zum Frühstück :O ) und um 13.00 Ortszeit landeten wir in Seoul, was eigentlich 6 Uhr morgens für uns gewesen wäre. Also waren wir alle ein bisschen geflasht, denn richtig schlafen konnte man in so einem engen Flieger nicht. Und nach 9 Stunden ist die Luft dort auch nicht so besonders super drin. Nachdem wir alle ausgestiegen waren haben wir uns sofort super an unseren „Praktikawelten“ T-Shirts erkannt und am Ende waren wir 13 Leute, die das mehr oder weniger gleiche Schicksal teilten. Also hieß es auf zum nächsten Gate und wir mussten erstmal mehrere Passkontrollen über uns entgehen lassen. Rucksack auf, Rucksack zu, Rucksack auf, Rucksack zu usw… Am Gate angekommen wurden als erstes die heiß geliebten Gadgets ausgepackt und von dem freien WiFi Gebrauch gemacht. Facebook FTW! Hätte ich gewusst, was mich eine Woche später erwartete, hätte ich das vielleicht auch exzessiver genutzt, aber dazu später mehr. 3 Stunden mussten wir jetzt auf den Anschlussflieger nach Auckland warten und so hatten wir nichts Besseres zu tun, als ein bisschen den Flughafen zu erkunden. Da für, dass in Südkorea gerade Leichtathletik WM war, war es an dem Flughafen erstaunlich leer. Deshalb konnten wir auch ungestört in der Korean Air Lounge in super bequemen Sesseln chillen und das bunte Treiben draußen beobachten. Wenn man es vor lauter Smog überhaupt erkennen konnte! So konnte man die Wartezeit gut überbrücken. Auch wenn ich für ein Wasser gute 7000 mit-was-auch-immer-man-in-Südkorea-bezahlt abdrücken musste :D Ich denke diese Quittung werde ich mir irgendwo aufhängen :D
Um 16.00 Uhr Ortszeit ging es dann weiter in den nächsten Flieger (Auch Korean Air). Dieser war dann sogar noch ein bisschen größer, als der erste. Es gab eine Prestige Class, die First Class und Economy (wir :D). Allerdings konnten wir beim Einsteigen ein paar Blicke auf die ersten beiden Klassen erhaschen und dann fühlte man sich ein bisschen minderwertig. Dort gab es eigene Wasserhähne und die Sitze konnte man zurückstellen und als Bett benutzten. Naja immerhin hatten wir wieder Bildschirme und coole Filme. Außerdem war diesmal der Platz neben mir nicht besetzt (Ich saß am Fenster -> perfekte Sicht) und nur ganz außen saß ein netter Kiwi. Endlich ein bisschen mehr Beinfreiheit, yay! Nur die anderen aus der Gruppe saßen ein bisschen weiter weg und so musste ich mich den ganzen Flug über mit meinem kleinen Fernseher beschäftigen (Spiele, die Level automatisch speichern sind eine schöne Erfindung -.-) Zu Essen gab es Kuskus und so komische Nudeln. Allerdings habe ich eh nicht sonderlich viel runterbekommen also von daher war das spärliche Essen nicht so schlimm. Dieser Flug verlief diesmal nicht so ruhig, wie der letzte. Andauernd gab es Turbulenzen, manchmal haben sich sogar die Stewardessen hingesetzt und angeschnallt. Des Weiteren kann man Fensterplätze bei Nachtflügen nicht sonderlich empfehlen. Denn der Mann, der neben mir am Gang saß hat ungefähr die ganze Zeit geschlafen. Oh meine arme Blase! Und dann auch noch die ganzen Luftlöcher. Nicht gut :D Was auch schon bei dem Flug nach Seoul irritierte: Um den Körper auf die Zeitumstellung zu gewöhnen wurde das Frühstück nach der alten Zeit schon um 04:00 morgens serviert. Wenn man dann auch noch deftige Sachen aufgetischt bekommt, kann das den Magen schonmal ein bisschen verwirren. Und dann auch noch dieser eklige Geruch. Schrecklich!
Wie auch immer. Nach 11 Stunden sind wir trotz Turbolenzen fast ein bisschen zu früh in Auckland (07:00 Ortszeit; 21:00 zu Hause) gelandet. Wieder hat sich unsere Gruppe relativ schnell zusammen gefunden und alle diskutierten wild über die kleinen Zettel, die man kurz vor der Landung im Flieger ausfüllen musste. Dort wurde man gefragt, was man alles nach Neuseeland einführte (Schuhe, Nahrung etc.). Die Einführungsbestimmungen sind hier nämlich sehr streng. Wanderstiefel muss man gründlich reinigen, denn Sporen könnten erhalten sein und Nahrung muss auch angemeldet werden. Verstöße können sogar mit Gefängnis bestraft werden. Dementsprechend waren wir alle ein bisschen nervös, ob wir den Fragebogen auch wirklich richtig ausgefüllt hatten, denn wahrscheinlich jeder hatte Schokolade oder Gummibärchen von zu Hause dabei. Und keiner hatten nen Plan, ob man das darf. Aber no risk, no fun! Also ging es schnell weiter zur Pass- und Visumkontrolle. Ich hatte schon ein bisschen Zweifel, ob ich mein Visum wirklich richtig ausgedruckt hatte oder doch ein Dokument vergessen hatte mitzubringen und so stand ich relativ hibbelig vor dem Beamten. Doch dieser fragte nur lächelnd nach meinem Reisepass, den ich ihm verwirrt überreichte. Ohne auch nur einen Blick auf mein Visum zu werfen, das immer noch in meinem Rucksack lag, stempelte er seelenruhig die Visumsbestätigung in meinen Pass und ich konnte Neuseeland betreten. Kiwis halt!
Doch bei anderen lief es nicht so schnell ab. Stichprobenartig wurden bei einigen der Kontoauszug (2400€ müssen drauf sein) und das Work-and-Holiday Visum (Oh Wunder!) überprüft. Anscheinend waren die Beamten mit unserer großen Gruppe ein bisschen überfordert, denn mit Reisepass, Visum und Kontoauszug der Auserwählten irrten sie von einem Schalter zum nächsten und es dauerte fast eine halben Stunde, bis alle 3 (!!) Leute die Prozedur über sich ergehen lassen hatten. Mit unserem frisch abgeholten und sogar kompletten Gepäck ging es nun Richtung „Bio-Secrurity“. Überall standen Schilder wie: 1 Apfel= Gefängnis, usw. Das konnte einem echt Angst machen und mit einem etwas mulmigen Gefühl schickte ich meinen Koffer durch die Röntgenanlage. Doch anscheinend musste ich auf mein persönliches Prison Break verzichten und nachdem ich dem Beamten erklärt hatte, dass ich nur Schokobonbons (gut, dass einem die korrekte Übersetzung erst eine Stunde später einfällt) dabei habe, konnte ich endlich neuseeländische Luft schnuppern. Die war sogar ziemlich gut. Allerding hatte ich zum Vergleich nur die Flugzeugluft, also nicht wirklich objektiv.
In Auckland holte uns auch gleich jemand, der uns zu unserem Hostel brachte. Auf der halben Stunde Fahrt hat er ungefähr die ganze Zeit geredet. Aber nett war er! Kiwi halt :D
Doch bei anderen lief es nicht so schnell ab. Stichprobenartig wurden bei einigen der Kontoauszug (2400€ müssen drauf sein) und das Work-and-Holiday Visum (Oh Wunder!) überprüft. Anscheinend waren die Beamten mit unserer großen Gruppe ein bisschen überfordert, denn mit Reisepass, Visum und Kontoauszug der Auserwählten irrten sie von einem Schalter zum nächsten und es dauerte fast eine halben Stunde, bis alle 3 (!!) Leute die Prozedur über sich ergehen lassen hatten. Mit unserem frisch abgeholten und sogar kompletten Gepäck ging es nun Richtung „Bio-Secrurity“. Überall standen Schilder wie: 1 Apfel= Gefängnis, usw. Das konnte einem echt Angst machen und mit einem etwas mulmigen Gefühl schickte ich meinen Koffer durch die Röntgenanlage. Doch anscheinend musste ich auf mein persönliches Prison Break verzichten und nachdem ich dem Beamten erklärt hatte, dass ich nur Schokobonbons (gut, dass einem die korrekte Übersetzung erst eine Stunde später einfällt) dabei habe, konnte ich endlich neuseeländische Luft schnuppern. Die war sogar ziemlich gut. Allerding hatte ich zum Vergleich nur die Flugzeugluft, also nicht wirklich objektiv.
In Auckland holte uns auch gleich jemand, der uns zu unserem Hostel brachte. Auf der halben Stunde Fahrt hat er ungefähr die ganze Zeit geredet. Aber nett war er! Kiwi halt :D
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