Donnerstag, 3. Mai 2012

Roadtrip die 2.


Halli Hallo,
überraschender Weise sind wir noch am Leben und (einigermaßen) topfit! Also, wo war ich stehen geblieben?
Ja, Dunedin. Dort haben wir unseren letzten Tag damit verbracht eine Brauerei zu besichtigen („Speights“, sagt euch wahrscheinlich nichts und das Bier schmeckt auch nicht sonderlich gut, aber lag halt auf dem Weg). War auch ganz interessant und am Ende gab es sogar Freibier! Hat sich also gelohnt.
Danach ging es dann weiter südlich Richtung Nugget Point, allerdings war es schon ein bisschen spät und als wir am Car Park angekommen sind war es schon ziemlich dunkel. „Was solls?“, dachten wir uns und marschierten los. Weniger Minuten später waren wir dann mitten im Nichts, es war stockdunkel und kalt. Prima! Immerhin sahen wir den Leuchtturm blinken und es war trotzdem ganz cool, wenn auch ein bisschen unheimlich…!
Weiter gings dann nach Queenstown. Der ‚Partystadt‘ Neuseelands. Pünktlich sind wir dann auch am Freitagabend angekommen und es stellte sich als ganz lustig heraus. Am nächsten Tag haben wir dann noch die Stadt erkundet und die ist echt schön. Mitten in den Bergen an einem ultrablauen See. Die besten Burger des Landes gab es dann zum Lunch bei ‚Fergeburger‘. Die sind echt saulecker und auch vegetarisch. Yipieh! Mehr ist in Queenstown glaube ich nicht passiert, außer, dass wir mal den Luxus eines Hostels erfahren durften (Seit Christchurch haben wir nämlich immer im Auto geschlafen). Auf dem Weg nach Wanaka hat es uns dann in Arrowtown (Stadt dazwischen) in ein kleines süßes Kino gezogen. Und da der Kinosaal schon voll war durften wir auf Sitzsäcken mitfiebern. ‚“The next best Marigold Hotel“ hieß der Film glaube ich und war Britisch. Und ziemlich gut, obwohl es um Indien ging. Ich weiß zwar nicht, wie der auf Deutsch heißt, aber wenn ihr einen Film mit Dev Patel und Maggie Smith über Indien seht, dann geht da rein! Superlustig!!
In Wanaka war es dann kalt, dunkel und hat geregnet. Nicht sonderlich prall und so kam es, dass wir im ersten Pub dann auch gleich ganz viele Leute aus Napier getroffen haben. Echt super!! Neuseeland ist echt viel zu klein!
Am nächsten Tag ging es dann in die Puzzling World. Ein „Museum“ mit ganz vielen Illusionen und Rätseln und einem rieesigen Irrgarten. Durch den sind wir dann auch gut 3 Stunden rumgeirrt und haben uns ziemlich doof gefühlt. Am Ende waren wir ziemlich verzweifelt und wären fast über einen Zaun geklettert, als wir das Schild mit „Congratulations Exit“ gefunden haben! Außerdem gab es da noch ganz viele andere coole Sachen, die sind aber viel zu kompliziert zu beschreiben.
Aber das Highlight kam am Dienstag. Marie und ich gingen Paragliden! Also hieß es früh aufstehen und zum Berg fahren, von wo wir von dem Veranstalter aufgegabelt werden würden. Diese stellten sich auch als ziemlich nett heraus und zusammen ging es auf zur „Startbahn“. Ein hügeliger, rutschiger Abhang. Prima! Immerhin war der Ausblick super! Also wurden wir in unser Geschirr gespannt und und unsere Partner, mit dem wir fliegen würden (Ja, ein Tandemflug. Alleine trauten sie uns das dann doch nicht zu…) weihte uns in die hohe Kunst des Fliegens ein. Als das erledigt war sollte Marie dann zuerst starten. Sie und ihr Partner rannten also so los (sie vorneweg) und rannten…. Und waren schon fast in der Luft als Marie keine Lust mehr hatte und sich elegant hinsetzte. Ihr Partner fiel über sie rüber und der Fallschirm landete trostlos auf der Wiese daneben… Soviel zum 1. Versuch! Ziemlich lustig  und alle hatten Spaß! :D Der 2. Anlauf klappte dann besser uns man entschwebte gen Gebirge. Nun blieb nur noch ich und ich schaffte es sogar auf Anhieb. Und es ist echt ein tolles Gefühl. Einfach frei fliegen, richtig toll! Viel zu schnell ging es dann wieder Richtung Erde und die Landung verlief auch recht gut!
Happy wollten wir dann eigentlich Richtung Westküste fahren, allerdings gab es dann eine kleine Verzögerung… Schlau wie ich war ließ ich meinen Autoschlüssel im Auto, als wir einkaufen waren. Mit Wegfahren war da also nichts! :D
Okay, was machen wir nun? Das war jetzt die große Frage also sind wir erstmal zur Tankstelle gegangen.
„Wir haben uns aus unserem Auto ausgesperrt! Was sollen wir jetzt machen?“
„Oh, das ist aber doof. Ahh, aber in einen Mitsubishi kann man leicht einbrechen! Versuchts doch mal!“
Uns wurde also ein Kabelbinder in die Hand gedrückt und wir marschierten wieder zurück. Natürlich sehr hoffnungsvoll, weil wir ja so viel Erfahrung mit Autoknacken haben!
Eine halbe Stunde und sehr viele lustige Videos später hatten wir es dann immer noch nicht geschafft und waren zur Attraktion des New World Parkplatzes geworden. Viele Leute fragten uns:“ Alles OK bei euch?“, „Braucht ihr Hilfe?“, manchmal auch: „ist das auch wirklich euer Auto??“
Am Ende half uns dann ein netter Mann, der es Tatsächlich schaffte Sid aufzubrechen. Impressive! Glücklich ging es dann weiter!
Es wurde wieder an einem See gecampt und die West Küste ist echt richtig schön! Regenwald und hohe Berge. Was will man mehr? Dem Fox Gletscher wurde diesmal ein Besuch abgestattet und der ist fast noch schöner also der Franz Josef, von dem immer so viel geschwärmt wird!
Wir passierten die hässlichste Stadt Neuseelands (Greymouth) und überquerten die Südinsel an einem Tag via dem Athurs Pass. Eine sehr schöne Strecke einmal durch die Alpen. Ich habe das Gefühl, dass mich Neuseeland nur ungern gehen lassen will! Hier ist alles grade so toll!
Naja. Jetzt sind wir in Christchurch und gleich geht es nach „Hause“ denn die nächste Woche wollen wir in Kaikoura verbringen. Wird bestimmt wieder prima!

Bis die Tage,
Svenja
J

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