Samstag, 12. Mai 2012

"It's my last night tonight" oder "Nobody can leave Kaikoura!"

Wie schon gesagt wollten wir unsere letzte Woche (für Marie wirklich die letzte, denn ihr Flieger nach Australien ist schon gebucht!) wieder in Kaikoura verbringen. Doch da mussten wir erstmal hinkommen! Von Christchurch nach Kaiks sind es zwar nur 2 ½ Stunden, doch die Fahrt endete ehe sie überhaupt begonnen hatte. Ich hatte mich wie üblich in der „Großstadt“ wieder verfahren und musste drehen. Durch die tiefstehende Sonne wurde ich allerdings geblendet und man hörte nur ein einen lauten Crash als ich meinen Kleinen gegen den Bordstein rammte. Ups! Zum Glück war es nicht mitten auf der Straße sondern auf einem Carpark vor einem Shop! Die Besitzerin kam gleich rausgerannt und meinte nur: „Oh Nein, ich hol gleich wen!“ und verschwand wieder. Ich hatte Angst, dass ich den ganzen Kotflügel eingedellt hatte, aber es stellte sich heraus, dass ich „nur“ ein Loch (recht groß) in den Reifen geschlitzt hatte! Die nette Dame kam dann wieder angeeilt und diesmal mit 2 Männern aus dem Nachbarshop im Schlepptau. Diese machten sich dann auch, ohne groß Zeit zu verplempern, an die Arbeit. Marie und mir blieb nichts anderes übrig, als neben unserem Auto zu stehen und uns über die Situation lustig zu machen! Sweet as hieß unsere Einstellung: Wird schon alles! Ein paar Minuten und viele „thank you so much“-„ah, no worries and drive safe“ später düsten wir dann mit dem Ersatzreifen in die nächste Werkstadt und ließen Sid für die restlichen 180 Kilometer fit machen! Klappte soweit auch ganz gut und frohen Mutes ging es wieder Richtung Heimat. Schließlich war es Freitagabend und wir wollten die Jam Night auf keinen Fall verpassen. Immerhin war morgen auch Maries Geburtstag!
Wundersamer Weise schafften wir es auch ohne weitere Probleme. Sid quietschte am Ende nur ein bisschen, denn der steile Arthurs Pass hat ihm nicht so gut getan! Aber er hatte ja die nächsten Tage ein bisschen „Pause“.
Tat auch gut alle unsere Freunde wieder zu sehen und weil wir so beliebt sind brauchten wir auch gar nicht, wie wir befürchtet hatten im Auto zu schlafen sondern in warmen WG’s von den Glücklichen, die nicht (wie wir) rausgeschmissen wurden. Super Sache.
Von unserem Flatmate haben wir dann noch erfahren, dass, wenn man ‚local‘ (Einwohner) ist, gratis Whale Watchen machen kann. Die Chance haben wir natürlich auch gleich ergriffen und am Dienstag saßen wir dann auch schon mit einer Horde aufgeregt schnatternder Asiaten auf dem Boot. Wir hatten sogar richtig Glück, denn wir sahen ganze 4 Pottwale, von denen einer eine sehenswerte Show zum Besten gegeben hat. Er hat nämlich direkt unter der Oberfläche gejagt! War schon cool zu beobachten. Zum Abschluss trafen wir dann noch auf eine riesige Schule Delfine, die Sprungakrobatik vorgeführt haben. Ein ziemlich gelungener Trip!
Am Freitag ging es dann für Marie wieder zurück nach Christchurch und ich wollte eigentlich direkt nach Picton fahren, um auf die Nordinsel überzusetzten.
Also bin ich noch kurz zu meiner alten Flat gefahren, um mich von David zu verabschieden. „Really, willst du wirklich jetzt fahren? Es regnet doch und ist dunkel und das ist doch wirklich kein schönes Fahren! An deiner Stelle würde ich noch ne Nacht bleiben!“ Ziemlich überzeugende Argumente, obwohl ich eher den Eindruck hatte, dass ich eine willkommene Ausrede für ihn war, nicht mehr an seinem Boot rumzuschrauben (Ja, das repariert er immernoch). Es wurde Rise of the Planet of the Apes geschaut (3x dürft ihr raten wieso :D) und danach ging es auf zur letzten Farewell Party im Pub. War wie immer ziemlich gut
J

Tja und oh Wunder habe ich es trotz vieler: „Oh, fahr doch am Sonntag…!“ geschafft mich zu trennen und bin jetzt in Picton. Von dort, wo die Fähren zur Nordinsel pendeln und warte geduldig darauf, dass ich mich endlich überwinde die Fähre zu buchen. Mein Bauchgefühl sagt nämlich, dass die Südinsel viel zu toll ist, um sie so „schnell“ zu verlassen. Naja vielleicht schaff ich es ja morgen!

Man schreibt sich!
Love
Svenja
J

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