Donnerstag, 26. April 2012

Bye Kaiks, here we go roadtrip :)

Oha, da habe ich ja jetzt ganz schön was nachzuholen! Schon über einen Monat nicht mehr in den Blog geschrieben und seit dem ist viel passiert. Ob ihr es jetzt glaubt oder nicht, ich bin nicht mehr in meinen schönen Kaikoura sonders habe es schon vor einer Woche verlassen. Oh, nein!
Aber fangen wir ein bisschen früher an: Der restliche Monat lief ganz alltäglich ab. Was man so alltäglich nennen mag, aber nun ja. Die Arbeit war wie immer okay, außer, dass das „Spring Cleaning“ anfing. Also das ganze Motel richtig ordentlich putzen. Ziemlich nervig, aber was will man machen. Dafür sahen wir riesige Spinnen an den Wänden herumkrabbeln und ich wurde von meinem netten Kollegen David mit letzterer durch die gesamte Anlage gejagt (Zu meiner Verteidigung: die war echt groß!). Aus lauter Verzweiflung machten wir Schneeballschlachten (Nein, es ist noch nicht so kalt hier, aber manche Kühlschränke sind ganz schön zugefroren…:D)  oder lagen einfach nur faul in den Betten rum, aber ppssssst….! Kann man sich also nicht beschweren.
In meiner Freizeit ging es dann wieder angeln. Es sollte eigentlich ein ganz ruhiger Tag werden und überhaupt keine Wellen. Nun ja. Es fing schonmal nicht so gut an, nachdem ich am Pier fast von einem wild gewordenen Seehund aufgefressen worden wäre. Ruhig war die See jedenfalls nicht, Tsunami trifft es eher! Wir mit unserem kleinen Boot hatten schon ein bisschen Angst und die Beichte von David, dass das Boot eigentlich gedacht auf einem See Wasserski zu fahren machte es auch nicht grade besser. Aber naja, wir haben also das beste aus der Situation gemacht und angefangen zu angeln und versucht, dabei nicht aus dem Boot geschmissen zu werden. Hat auch geklappt und wir haben sogar recht viele Fische zu fangen. Delfine wurden auch gesichtet, also hat es sich wieder gelohnt. Trotzdem war ich froh, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Wie sich später herausstellte hat der Trip dem Boot auch nicht so gut getan, denn wir konnten ein paar Löcher sehen und im Lufttank war Wasser…Ups. Die nächste Woche konnte David dann damit verbringen, seine Nussschale zu reparieren… :D Aber immerhin hatten wir Abendessen. (Ja, ich esse Fisch! Hab ich ja sozusagen selbst erlegt…)

Als nächstes stand dann Ostern vor der Tür und am Karfreitag machten wir auch gleich einen Ausflug. Es ging zu dem Baby Seal Wasserfall. Sozusagen ein Kindergarten für Seehunde und die sind sooooo süß! Wir waren kurz davor einen zu klauen und ihn in unserer Badewanne großzuziehen. Wurde dann aber leider nichts draus L
Osterssonntag hatten wir dann ein leckeres Burger- Dinner in unserer Flat mit ein paar Freunden und wir haben sogar Ostereier gesucht. Wenn man einen Garten hat, muss man das ja auch schon ausnutzen! Leider wurde ein Ei vom Nachbarshund aufgefressen. Schweinerei! An mehr kann ich mich von Ostern dann auch nicht mehr erinnern…Schon viel zu lange her!
Irgendwann danach ging es dann auf nach Hanmer Springs. Eine Thermalbad mitten in den Bergen. Wir also früh (11am) aufgestanden, unsere Freunde gekidnappt und losgefahren. Ben war allerdings nicht so begeistert, denn er arbeitet im Weinshop, der diesen Tag wohl geschlossen bleiben würde…hhmm :D Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Was gibt es schöneres als in einem warmen Pool zu liegen und zu relaxen, wenn es draußen kalt ist? Nicht viel, würde ich sagen und es war ein sehr gelungener Tag!

Da es langsam Herbst wurde und in Kaikoura immer ruhiger, gab es auch immer weniger im Motel zu tun und dann war plötzlich unser letzter Arbeitstag! Oh nein!! Aber immerhin wurden wir diesmal nicht gefeuert, da hat man schonmal ein besseres Gefühl! Wir hatten eine kleine „Party“ nach der Arbeit und anscheinend mochte uns unser Team doch, denn sie waren ganz traurig, als wir gegangen sind (Manchmal waren sie genervt, weil wir so langsam waren…). Machte den Abschied nur noch schwerer, aber wir hatten ja noch ein paar Tage hier. Die wurden dann damit verbracht noch einmal unserem Stammpub ein bisschen Geld in die Kasser zu spülen und aus unserer Flat auszuziehen, denn schließlich wollten wir reisen, Marie und ich! Und man glaubt gar nicht, was sich über die Zeit so ansammelt. Am Ende hatten wir Probleme alles in mein Auto zu kriegen und das will schon was heißen… Aber wir haben es geschafft!!
Nach unserer letzten Nacht viel es uns dann ziemlich schwer aufzubrechen aber es gab ja viel zu sehen! Also ging es auf nach Christchurch, wo wir Freunde aus Napier besucht haben, die dort arbeiteten. War eine sehr gute Nacht und es war schön alle endlich wieder zu sehen!
Durch Christchurch sind wir dann auch noch ein bisschen gelaufen und haben „Erdbeben- Sightseeing“ gemacht. Im Februar 2011 war da nämlich ein großes Erdbeben und der gesamte CBD wurde zerstört. Die „Red Zone“ ist immer noch da und man kann sie nicht betreten. Sieht schon komische aus, wenn da alles zerstört ist. Aber jetzt das Highlight: Ich hatte mein erstes Erdbeben! Wir lagen grade auf der Couch und haben Filme geguckt, als die Wände anfingen zu wackeln! War nur ein 4.2er also nicht so schlimm, war trotzdem cool! Ein weiterer Punkt auf der To- Do- List abgehakt!
Naja nach diesem Erlebnis ging es dann auf Richtung Landesinnere, denn wir wollten zum höchsten Berg des Landes, Mount Cook. Davor noch Sonnenuntergang am Lake Tekapo und Lake Pukaki angeguckt und wir waren glücklich. Es war einfach nur wunderschön, denn wir Berge haben sich im spiegelglatten Wasser (was wohl?) gespiegelt! So stellt man sich Neuseeland vor. Da wir kein Geld für ein Hostel ausgeben wollte und da auch überhaupt keins war sind wir auf einen Parkplatz direkt am See ausgewichen und haben im Auto geschlafen. Es war gar nicht so kalt wie erwartet und wir konnten den wohl schönsten Sonnenaufgang mit ansehen!
Glücklich ging es dann auch Richtung Berg und das Wetter spielte sogar mit. Keine einzige Wolke! Es gab ein Frühstück mit Bergblick und dann ging es wandern. Hat sich auch mal wieder gelohnt. Wundersamer Weise waren in einem Tal azurblaue Seen, das sah schon irre aus.
Weiter ging es dann wieder an die Küste nach Oamaru. Auf dem Weg besichtigten wir dann noch die „Elephant Rocks“, komisch aussehende Steine. Das war übrigens der Originalschauplatz von Narnia und es hat ziemlich viel Spaß gemacht auf den Felsen herumzuklettern, obwohl wir uns mehr als einmal fast umgebracht hätten. Aber naja, war lustig!
In Oamaru haben wir dann Pinguine beobachtet und die sind auch super niedlich. Müffeln nur ein bisschen nach Fisch…
Danach war Dunedin, die Studentenstadt an der Reihe. Das war besonders lustig, denn am Abend zuvor haben wir einen Studenten getroffen, den hier studiert und am nächsten Morgen…Tadaa: sind wir ihm in die Uni hinterhergedackelt. Unglaublich gut :D Die Vorlesung war allerdings keine richtige Vorlesung sondern eine Debatte darüber, ob wohlhabende Lände mehr Asylbewerber über die Grenzen lassen sollen. Recht interessant und jetzt freue ich mich schon aufs studieren! Am liebsten hier in Dunedin, denn die Uni ist voll toll!!
J Dahdem wir uns genug gebildet hatten ging es dann auf die Suche nach der steilsten Straße der Welt (kein Wunder, denn Dunedin besteht eigentlich nur aus Hügeln…). Nach ein bisschen durchfragen (Ein Glück gibt es Briefträger) waren wir dann auch am Ziel. Und die war echt steil. Sid wollte ich das nicht zumuten und deshalb ging es zu Fuß hoch. Viel zu anstrengend! Einmal im Jahr gibt es da ein Rennen und einmal hatten ein paar Teenager nichts besseres zu tun, als in einer Kühlbox die Straße runterzuschlittern. Aus dem einzigen Grund, dass alle Pubs geschlossen waren und sie sich langweilten :D Zum Glück hatten bei uns alle Pubs offen! :D
Das wars auch schon aus lovely New Zealand und bald gibt’s mehr von meinem Roadtrip.

Svenja

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