Hey Leute. In der Zwischenzeit ist viel passiert, denn ich bin grade (wie die Überschrift schon sagt) in Napier. Das ist auf der Südwestlichen Nordinsel und direkt am Strand. Nach der 5 Stündigen Busfahrt von Eltham aus, kamen wir abends an und wollten eigentlich nur noch einchecken. Wir waren aber ziemlich beeindruckt von der Stadt, denn wir haben uns sofort in sie verliebt. Nachts sieht sie wunderbar aus, man hört das Meeresrauschen und an der Straße stehen beleuchtete Weihnachtsbäume. Es ist ziemlich strange, wenn man in kurzer Hose und T-Shirt rumlaufen und in den Geschäften schon Weihnachtssachen hängen. Aber zurück zum Thema: Nachdem wir zu dem ersten Hostel gelaufen sind, das wir eigentlich gebucht hatten, wurden wir wieder weggeschickt, weil es keine 3 freien Dormbetten mehr gab. Das war doof, denn Dormbetten waren die billigsten und wir wollten eigentliche ein bisschen Geld sparen, bis wir einen Job habe. Also mussten wir nochmal mit dem ganzen Gepäck durch die Stadt (die sind hier ja zum Glück nicht so groß) zu einem anderen Hostel mit dem gleichen Besitzer. Das hatte zum Glück noch ein paar richtige Betten frei. Allerdings lief auch das nicht so glatt, denn dort konnten wir nicht mit unseren Kreditkarten bezahlen. Die Maschine war irgendwie kaputt, aber die Rezeptionistin behauptete steif und fest alle 3 Kreditkarten würden kaputt sein. Gnädigerweise durften wir trotzdem in unser Zimmer einziehen. Die Lodge teilten wir uns mit 2 Chinesinnen und es war ziemlicher Luxus, denn wir hatten Fernseher, Küche und Bad für uns allein. Trotzdem zog es uns ins andere Hostel, denn dort war viel mehr Betrieb und man sah draußen alle Backpacker auf der Terasse mit Bierchen chillen. Viel cooler. Also beantragten wir dort ein Dormbett und ließen uns gleich auf die Arbeitsliste setzen. Das war nämlich ein Working Hostel- das einem Arbeit organisiert. Ziemlich perfekt. Den nächsten Tag verbrachten wir dann damit am wunderbaren Strand zu liegen und ein bisschen die Stadt zu erkunden. Der Strand ist echt richtig schön, allerdings wieder kein „richtiger“ Strand sondern ein Kiesstrand. Trotzdem war das Wasser blau und es war so warm, dass man sich sogar im Bikini hätte Sonnen können :D Ich hab gehört in good old germany wird es jetzt langsam aber sicher kalt? :D
Am Abend wurde es dann noch besser denn wir bekamen nach sage und schreibe einem Tag schon eine Jobzusage. Wir sollten in einer Fabrik arbeiten und Früchte verpacken. Klang nach eintöniger aber leichter Arbeit. Sehr gut!
Morgens ging es schon recht früh los (um 8 Uhr sollten wir da sein) und wir setzten und wagemutig, natürlich ohne irgendwelche Sonnencreme, Sonnenhut oder sonst irgendwas ins Auto und fuhren los. Wir haben eine Fahrgemeinschaft mit den Chinesen aus unserem Zimmer. Chinesische Navigationsgeräte hören sich echt lustig an und man versteht nur Sching, Schang, Schong :D Nachdem der ganze Papierkram ausgefüllt war hieß es dann aber: Ja, ihr arbeiten jetzt auf einer Apfelplantage. Fahrt mir mal hinterher. Gut…
Also konnten wir den restlichen Tag (7 Stunden) damit verbringen Blüten von den Apfelbäumen zu pflücken. Eine ziemlich eintönige Arbeit… Und gefährlich. Denn in den Blüten sitzen total viele Bienen, von denen mich prompt erstmal eine gestochen hat. Super! Mit dem Mörder-Moskitostich, den ich mir den Tag danach eingefangen habe ist meine Hand auf eine unnatürliche Größe angeschwollen. Das ist ziemlich eklig und ich hoffe das geht bald weg. Zum Glück habe ich meine Reiseapotheke dabei! Ansonsten ist die Arbeit relativ okay. Man bekommt 13$ die Stunde (ung 8€) und arbeitet 9 Stunden am Tag. Länger als einen Montag möchte ich das glaube ich trotzdem nicht machen, denn es ist jetzt schon zieemlich heiß, wenn die Sonne scheint (Das tut sie oft) und es ist grade mal Frühling. Im Sommer möchte ich lieber irgendwo am Strand liegen :D
Und das schrecklichste habe ich noch gar nicht erwähnt: mein Wecker klingelt um 05.40. Das ist ein Alptraum :D Aber wundersamer Weise bin ich gar nicht so müde. :D
Also konnten wir den restlichen Tag (7 Stunden) damit verbringen Blüten von den Apfelbäumen zu pflücken. Eine ziemlich eintönige Arbeit… Und gefährlich. Denn in den Blüten sitzen total viele Bienen, von denen mich prompt erstmal eine gestochen hat. Super! Mit dem Mörder-Moskitostich, den ich mir den Tag danach eingefangen habe ist meine Hand auf eine unnatürliche Größe angeschwollen. Das ist ziemlich eklig und ich hoffe das geht bald weg. Zum Glück habe ich meine Reiseapotheke dabei! Ansonsten ist die Arbeit relativ okay. Man bekommt 13$ die Stunde (ung 8€) und arbeitet 9 Stunden am Tag. Länger als einen Montag möchte ich das glaube ich trotzdem nicht machen, denn es ist jetzt schon zieemlich heiß, wenn die Sonne scheint (Das tut sie oft) und es ist grade mal Frühling. Im Sommer möchte ich lieber irgendwo am Strand liegen :D
Und das schrecklichste habe ich noch gar nicht erwähnt: mein Wecker klingelt um 05.40. Das ist ein Alptraum :D Aber wundersamer Weise bin ich gar nicht so müde. :D
Aber es könnte noch viel schlimmer kommen, denn ich höre viele Horrorgeschichte von den anderen Hostelbewohnern, die auch auf Plantagen arbeiten. Zum Beispiel müssen die „Peach Thinning“ machen (Irgendwas von Pfirsichbäumen abreißen) und das hört sich nicht so cool an. Sie stehen auf meterhohen Leitern und können sich nicht festhalten und Stundenlohn gibt es auch nicht. Das heißt wenn man nicht genug Bäume in einer Stunde schafft bekommt man kein Geld und hat den ganzen Tag für nichts gearbeitet. Es gibt auch immer „nette“ indische Supervisor! Die stehen dann unter deiner Leiter und sagen dir in einem Englisch, das man kaum versteht „go faster, go faster, you’re too slow!“ Und reihenweise werden Leute gefeuert. Auf der Plantage haben 16 Leute angefangen und am ersten Tag wurden gleich schon 8 gefeuert und jetzt arbeiten glaube ich nur noch 4 Leute da, die schnell genug sind. Da haben wir noch Glück mit unserem Stundenlohn und unserem Inder. Der ist selbst total lahm und labert uns lieber mit irgendeinem Müll zu, von dem ich die Hälfte eh nicht verstehe und immer nur nett lächele, weil ich mich ja einschleimen muss, damit ich nicht gefeuert werde :D Da sind unsere Manager schon cooler drauf. Das sind 2 Maoris, die super nett sind. Als wir die speziellen Knoten lernen mussten, damit wir die Äste anbinden können haben die sich die ganze Zeit über uns bepisst, weil keiner das hinbekommen hat. Sie meinten dann immer nur so: „Das wird schon. Kein Stress“ Na hoffentlich bliebt das auch so. Immerhin träume ich jetzt schon von Knoten :D
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